Herkunft der klassischen Massage
Massagen haben eine lange Geschichte und wurden bereits in verschiedenen frühen Kulturen eingesetzt, unter anderem in China, Indien und im Mittelmeerraum. Die heute als klassische Massage bekannten Grifftechniken wurden später systematisiert und weiterentwickelt.
Technik der klassischen Massage:
Die klassische Massage besteht aus vier verschiedenen Techniken, die nacheinander durchgeführt werden:
Effleurage (Streichung)
Sanfte, leichte Massage parallel zum Verlauf der Muskelfasern. Die Streichbewegung erfolgt meistens in Richtung Herzen. Mit der Streichung nimmt der Masseur Kontakt mit der zu behandelnden Person auf und erspürt Verspannungen oder Verhärtungen.
Petrissage (Knetung)
Beim Kneten werden die Muskeln gegeneinander geschoben und dabei gedehnt. Die Knetung erfolgt jeweils in beide Verlaufsrichtungen des Muskels. Sie dient im wesentlichen der vermehrten Durchblutung der Muskulatur und dem Lösen von Verspannungen.
Friktion (Reibung)
Bei der Reibung macht der Masseur kreisende Bewegungen mit den Daumen und den Fingerkuppen in die Tiefe der Muskulatur. Die Reibungen dienen dazu, sogenannte Myogelosen aufzuheben. Dies sind fühlbare, harte Knoten im Muskelgewebe.
Tapotement (Klopfen, Klatschen)
Durch leichtes Schlagen, Klopfen oder Klatschen mit lockerer Hand wird die Durchblutung der Muskulatur in der Tiefe gefördert. Gleichzeitig regt diese Massagetechnik das Nervensystem an.
Anwendung der klassischen Massage:
Die klassische Massage wird je nach Ausführung zur Lockerung beanspruchter Muskulatur, zur Förderung des allgemeinen Wohlbefindens und zur Entspannung eingesetzt. Typische Schwerpunkte sind Rücken, Nacken, Schultern oder andere stark belastete Muskelbereiche. Die Intensität kann dabei von sanft bis kräftiger angepasst werden.