Close

Kleines Massage-Lexikon

Welche Massage Arten gibt es?

Sie suchen eine Massage und wissen nicht, was diese beinhalten? Hier erfahren Sie mehr dazu:

Herkunft der klassischen Massage

Die Praxis des Massierens kommt ursprünglich aus dem fernen Osten. Der Begriff «massieren» soll einen arabischen Ursprung haben. Der Hauptzweck der Massage liegt darin, die Harmonie des Organismus durch regulierende Techniken der Berührung zu bewahren oder wiederherzustellen.

Technik der klassischen Massage:

Die klassische Massage besteht aus vier verschiedenen Techniken, die nacheinander durchgeführt werden:

Effleurage (Streichung)

Sanfte, leichte Massage parallel zum Verlauf der Muskelfasern. Die Streichbewegung erfolgt meistens in Richtung Herzen. Mit der Streichung nimmt der Masseur Kontakt mit der zu behandelnden Person auf und erspürt Verspannungen oder Verhärtungen.

Petrissage (Knetung)

Beim Kneten werden die Muskeln gegeneinander geschoben und dabei gedehnt. Die Knetung erfolgt jeweils in beide Verlaufsrichtungen des Muskels. Sie dient im wesentlichen der vermehrten Durchblutung der Muskulatur und dem Lösen von Verspannungen.

Friktion (Reibung)

Bei der Reibung macht der Maßneur kreisende Bewegungen mit den Daumen und den Fingerkuppen in die Tiefe der Muskulatur. Die Reibungen dienen dazu, sogenannte Myogelosen aufzuheben. Dies sind fühlbare, harte Knoten im Muskelgewebe.

Tapotement (Klopfen, Klatschen)

Durch leichtes Schlagen, Klopfen oder Klatschen mit lockerer Hand wird die Durchblutung der Muskulatur in der Tiefe gefördert. Gleichzeitig regt diese Massagetechnik das Nervensystem an.

Anwendung der klassischen Massage:

Rheumatische Beschwerden, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, bei verspannter Rücken- und Nackenmuskulatur, Verhärtete Muskulatur, nach grösseren sportlichen Leistungen, Bewegungseinschränkungen, die durch eine verspannte oder verkürzte Muskulatur bedingt sind. Ausserdem dient die Massage auch zur Entspannung und allgemeinen Lockerung sowie zur Verbesserung der Durchblutung von Haut und Muskulatur.

Wo kommt die Hot Stone Massage her?

Heilung durch heiße und erwärmte Steine findet sich in der Mythologie vieler vorangegangener Völker und Kulturen, so ist deren Einsatz im alten China schon auf 200 vor Christi datiert. Auch im pazifischen Raum vertrauten die Menschen auf die Wirkung des erwärmten Gesteins zur Linderung verschiedener Blessuren.
Hawaiianer nutzten die heißen Vulkansteine in den Schwitzhütten und als Massagewerkzeug, Indianische Scharmanen zur Heilung und in der Chinesischen Kultur wurden die Hot Stones zur Entspannung aufgelegt und für die Druckmassage eingesetzt. Deshalb verbergen sich hinter den Begriffen „Hot Stone Massage“ und „La Stone Massage“ nicht immer identische Techniken. Wobei das Wort „La Stone“ aus dem Hawaiianischen übersetzt bedeutet: „Lava-Steine“ und im Tibetischen steht „La“ für „Lebensenergie“.

Technik der Hot Stone Massage:

Die heissen Steine können aufgelegt und auch bei der Massage aktiv benutzt werden. Dabei wählt der Masseur die Größe der Steine nach den Energiezentren aus, damit die Wärme besonders gut aufgenommen wird über den Blutkreislauf im ganzen Körper verteilt. Je nach Beschwerden oder Art der Hot Stone Massage, können die Hot Stones auf den Bauch, Rücken, Handinnenflächen oder auch zwischen den Zehen aufgelegt werden. Die warmen Basaltsteine bleiben auf dem Körper liegen. Durch sanften Druck verstärkt der Masseur/die Masseuse die Wärmeaufnahme und wechselt bei Bedarf die erkalteten Steine gegen heiße Steine aus. Nach einer angenehmen Einwirkzeit der heißen Steine auf den Körper, werden diese wieder abgenommen. Mit zwei warmen Steinen beginnt die Massage. Diese kann aus Streichbewegungen, kreisenden Bewegungen und durch punktuelles Drücken, je nach Körperpartie und Grad der Verspannung erfolgen. Die zweite Variante, um bei der Hot Stone Massage die heißen Steine einzusetzen ist die Vibrationsmassage. Hier verbleiben die Hot Stones auf den Energiezentren, und werden regelmäßig durch heiße Steine ersetzt. Der Masseur, die Masseuse klopft mit einem zweiten Stein auf die Hot Stones und erzeugt dadurch eine Vibration im Körper, die als sehr entspannend und wohltuend empfunden wird. 

Anwendung der Hot Stone Massage:

Die Hot-Stone Massage wirkt beruhigend, entspannend und steigert den Stoffwechselprozess im Gewebe. Das Immunsystem, wie auch der Lymphfluss werden durch die Hot Stone Massage stimuliert. Zudem werden Muskelverspannungen gelöst und Schmerzen gelindert.

Ihren Ursprung hat die heutige moderne Sportmassage in der traditionellen Schwedischen Massage. Sie wurde erstmals von dem Skandinavischen Fechter Henrik Ling angewandt, der die Schwedische Massage im frühen 18. Jahrhundert an seine Bedürfnisse als Sportler adaptierte – und ihr den Namen „Kineseotherapie“ gab.

Technik der Sportmassage:

Es kommen Massagegriffe wie Klopfungen oder Knetungen zum Einsatz. Die regenerierende Sportmassage nutzt vor allem eine sedierende Massagetechnik. Dabei wird das Gewebe gelockert und die Muskelanspannung wieder gelöst. Dies kann mit schüttelnden Bewegungen sowie Knetungen oder Lymphdrainagen erreicht werden.

Anwendung der Sportmassage:

  • Vor dem Training
  • Während der Trainingspausen
  • Nach dem Training

Lomi Lomi war Bestandteil der traditionellen hawaiianischen Naturheilkunde und der Kräuterheilkunde. Sie wird auch oft hawaiianische Tempelmassage bezeichnet. Schamanische Heiler haben diese angewendet.

Technik der Lomi Lomi Massage:

Bei Verwendung von viel Öl, arbeiten die Masseure nicht nur mit den Händen, sondern auch viel mit den Unterarmen. Die Behandlung dauert in der Regel länger als eine „normale“ Massage.

Anwendung der Lomi Lomi Massage:

  • zur Gelenk-Dehnung
  • für eine bessere Selbstwahrnehmung
  • bei Depressionen und Stress
  • für eine bessere Hautdurchblutung
  • für einen aktiven Lymphfluss
  • zur Lockerung der Muskulatur
  • für eine bessere Schlafqualität

Außerdem unterstützt die Lomi Lomi Nui Massage in regelmäßiger Anwendung, bei schwierigen Lebensabschnitts-Veränderungen. Sie verspricht mehr Lebensfreude und wirkt sich nicht nur  auf den Stoffwechsel, sondern auch auf den Hormonhaushalt aus.

Herkunft der Esalen Massage:
 
Die Esalen Massage kommt ursprünglich aus Kalifornien und verbindet die Techniken der schwedischen und der klassischen Massage zu einer neuen Form der Körperarbeit und Gestalttherapie.
 
Technik der Esalen Massage:
 
  • leicht fließende Streichungen über die Gesamtlänge des Körpers
  • passive Gelenkbewegungen und tiefe Strukturarbeit an Muskeln und Gelenken
  • sanfte, wiegende Bewegungen, verbunden mit energetischem Ausgleichen des Körpers
    bewusste Beachtung der Atmung
 
Anwendung der Esalen Massage:
 

Neue Bewusstseinsebenen sollen erschlossen, sowie die eigenen Selbstheilungskräfte des Körpers stimuliert werden.
Die Muskulatur wird gelockert, der Stoffwechsel, das Lymphsystem  und das Immunsystem angeregt, außerdem wird die Durchblutung gesteigert.

 

Herkunft der Lymphdrainage:

Der dänische Physiotherapeut Dr. Emil Vodder, soll einer der Urväter dieser Therapie gewesen sein.

Technik der Lymphdrainage:

Spezielle, medizinische Form der Massage, als Teil der „Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie“.

Anwendung der Lymphdrainage:

Die medizinische Lymphdrainage wird zur Entstauung der Gewebsflüssigkeit (Lymphödem), zur Schmerzlinderung und zur Muskelentspannung eingesetzt. Außerdem:

  • bei Blutergüssen und Schwellungen im Zuge von (Sport-)Verletzungen und Operationen
  • zur Narbenbehandlung
  • bei Stauungen im Hals- und Nackenbereich
  • bei chronischen Infekten und Entzündungen im Kopfbereich (Sinusitis)
  • bei geschwollenen Mandeln und geschwollenen Lymphknoten
  • bei Hautproblemen, wie Akne
  • bei geschwollenen Beine

Herkunft der Klangmassage:

Der Ursprung der Klangschalen liegt wahrscheinlich  in Indien und im Himalaya.

Technik der Klangmassage:

Bei der Klangschalenmassage werden spezielle Klangschalen in verschiedenen Grundfrequenzen auf den bekleideten Körper aufgesetzt. Durch das Anschlagen, bzw. Anreiben enstehen unterschiedliche Schwingungen, die als Vibration vom Körper wahrgenommen werden.

Anwendung der Klangmassage:

Wird meist als Meditations- oder Entspannungshilfen angewendet, also ohne konkreten Bezug zu bestimmten Krankheitsbildern. Die Klänge sollen insgesamt Auswirkung auf die Harmonie zur Entspannung haben.

Herkunft der Reflexzonenmassage:

Die Fußreflexzonenbehandlung ist aus den fernöstlichen Massagetraditionen bekannt. Im Ayurveda, in der Thaimassage und im chinesischen Tuina findet man diese wieder.

Technik der Reflexzonenmassage:

Die sogenannten Reflexzonen im Körper sollen alle Organe und Muskelgruppen auf der Hautoberfläche und im Haut-Unterhautbereich „spiegeln“. Anregende (tonisierende) und beruhigende (sedierenden) Griffe werden je nach Krankheitsbild eingesetzt. Nach dem „Rasterbild von Fitzgerald“ werden unterschiedliche Druckpunkte behandelt.

Anwendung der Reflexzonenmassage:

Besonders die Fußreflexzonenmassage dient als unterstützende Maßnahme vor allem bei chronischen Erkrankungen:

  • Schmerzbehandlung
  • Erkrankungen des Skeletts oder der Muskulatur
  • Sportverletzungen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Menstruationsbeschwerden
  • Chronisch verstopfte Nase
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Allergien

Auch bei psychischen Belastungen kann sie ergänzend angewendet werden z.B. bei Schlafstörungen, Erschöpfungszuständen und Depressionen.

Herkunft der Akupressur:

Das ursprüngliche Wissen um die Akupressur stammt aus China. Sie ist Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Technik der Akupressur:

Bestimmte „Energiepunkte“ des Körpers werden rein durch Fingerdruck stimuliert. Die Meridiane (Energieleitbahnen), wo die Akupressurpunkte sich befinden, verlaufen durch den ganzen Körper. Die beeinflussen meist ein bestimmtes Organsystems unseres Körpers.

Anwendung der Akupressur:

  • Übelkeit
  • Spannungskopfschmerz
  • Erkältung
  • Müdigkeit
  • Rauchentwöhnung
  • Hilfe beim Abnehmen

Herkunft der Schröpfkopfmassage:

Erste Behandlungen gab es bereits in der griechischen und ägyptischen Antike.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist das Schröpfen ebenso ein altbekanntes Verfahren. Die Reiztherapie hat eine ausleitende Wirkung.

Technik der Schröpfkopfmassage:

Mit sogenannten Schröpfgläsern oder Schröpfglocken wird ein Unterdruck erzeugt. Dieser Unterdruck entsteht entweder durch Erhitzung der Luft in der Glocke oder bei modernen Geräten durch mechanischen Sog.
Durch schieben, ziehen oder kreisen der Cups, werden insbesondere die unteren Gewebeschichten stimuliert.

Anwendung der Schröpfkopfmassage:

  •  Gelenkentzündungen
  • Muskelverhärtungen und Muskelschmerzen
  • Akne
  • Asthma
  • Durchblutungsstörungen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Nervenschmerzen
  • Rheumatische Gelenkerkrankungen
  • Wirbelsäulenerkrankungen

Hier gehts wieder zur Startseite: >www.wellnesspraxis-muenchen.de<